Institut für Schematherapie Stuttgart

 Das einzige international anerkannte Schematherapie-Institut in der Region Stuttgart

Was ist Schematherapie?

 

Ursprünglich von J. Young zur Behandlung chronischer depressiver Störungen konzipiert, stellt die Schematherapie in ihrer modernen Form ein zugleich integratives und innovatives Verfahren zur effektiven Behandlung von komplexen Persönlichkeitsstörungen dar. Aktuelle Studien belegen ein breites Wirksamkeitsspektrum. Die Schematherapie wird insbesondere zur Behandlung von Borderline-Störungen, Narzisstischen und Cluster-C- Persönlichkeitsstörungen eingesetzt. Aber auch in der Behandlung forensischer Patienten und der Paarberatung und -therapie.

 

Die Schematherapie ist keine neue Psychotherapie-Form sondern eine Weiterentwicklung der kognitiven Verhaltenstherapie, welche Klärungs- und Veränderungsarbeit mittels Einsatz kognitiver, erlebnisaktivierender und handlungsbezogener Techniken verbindet. Grundlage der schematherapeutischen Behandlung ist ein störungsspezifisches Krankheitsmodell -das sogenannte Modusmodel, von dem sich konkrete Behandlungsinterventionen ableiten lassen. 
Die therapeutische Beziehung bekommt in der Schematherapie eine zentrale Rolle. Im Sinne derbegrenzten elterlichen Fürsorge oder "Nachbeelterung" (limited reparenting) versucht der Therapeut, dem Patienten neue korrektive Beziehungserfahrungen zu ermöglichen. 




Im Juli 2015 erschien unser erstes Buch über die Störungsspezifische Anwendung von Schematherapie, in dem wir 12 Fälle aus unserem klinischen Alltag ausführlich beschreiben: Diagnostik, Fallkonzeptualisierung, Therapieplanung, Behandlungsverlauf. Im Buch finden sich sehr konkrete Beschreibungen verschiedener Techniken mit zahlreichen Skripts und Therapiedialogen. 
Beschrieben werden Fallvignetten zu Depression und komorbiden Persönlichkeitsstörungen (Cluster C, Narzisstisch Persönlichkeitsstörung), Angststörungen, Zwangsstörungen, Schmerzstörungen, Posttraumatischen Belastungsstörungen, Essstörungen und Borderlinestörungen.  





 

Im September 2017 wird unser zweites Buch erscheinen: "Selbstregulation und Impulskontrolle durch Schematherapie aufbauen". In diesem Buch beschäftigen wir uns mit den Anwendungsmöglichkeiten der Schematherapie bei Störungen der Impulskontrolle, wie etwa pathologischem Spielen, Promiskuität, Substanzmissbrauch und pathologischer Eifersucht. Neben 3 sehr ausführlich beschriebenen Fällen finden sich in dem Buch sehr viele Praxisbeispiele. Einen besonderen Schwerpunkt legen wir auf die Integration kognitiv- verhaltenstherapeutischer Techniken wie Exposition, Habit-Reversal oder Kontingenzmanagement. Darüber hinaus stellen wir unsere Erfahrung in der Kombination von ACT-Strategien (Akzeptanz- und Comittment Therapie) und Schematherapie dar.   

 


 

 


 


Literaturhinweise (auszugsweise, alphabetisch aufgelistet):

 

  • Arnoud Arntz und Hannie van Genderen (2010). Schematherapie bei Borderline-Persönlichkeitsstörung. Beltz. 
  • Gitta Jacob und Arnoud Arntz (2011). Schematherapie in der Praxis. Beltz. 
  • Eckhard Roediger (2011). Praxis der Schematherapie. Lehrbuch zu Grundlagen, Modellen und Anwendung (2. vollständig überarbeitete und erweiterte Aufl.). Schattauer. 
  • Eckhard Roediger (2009). Was ist Schematherapie? Junfermann. 
  • Eckhard Roediger (2010). Raus aus den Lebensfallen! Das Schematherapie-Patientenbuch. Junfermann.
  • Eckhard Roediger und Gitta Jacob (Hrsg.) (2011). Fortschritte der Schematherapie. Konzepte und Anwendungen. Hogrefe. 
  • Yvonne Reusch und Matias Valente (2015). Stationäre Schematherapie. Anwendung im stationären Setting. Beltz. 
  • Matias Valente und Yvonne Reusch (2017). Selbstregulation und Impulskontrolle durch Schematherapie aufbauen. Beltz. 
  • Michiel van Vreeswijk, Jenny Broersen & Marjon Nadort (Edited by) (2012). The Wiley-Blackwell Handbook of Schema Therapy. Theory, Research, and Practice. Wiley-Blackwell. 
  • Jeffrey E. Young, Janet S. Klosko und Marjorie E. Wieshaar (2005). Schematherapie. Ein praxisorientiertes Handbuch. Junfermann. 
  • Jeffrey E. Young und Janet S. Klosko (2006). Sein Leben neu erfinden. Wie Sie Lebensfallen meistern. Junfermann.